Captains dram today… Armorik Sherry Cask

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Nachdem ich ein großer Fan der bretonischen Brennerei Warenghem bin und sie bereits besuchen dürfte, habe ich immer gern ein Auge auf neue Abfüllungen aus dem kleinen bretonischen Asterix-Dorf der Whisky-Szene. Laut Webseite der Brennerei und Pressmitteilung soll diese Abfüllung eine dauerhaft verfügbare Alternative zum begehrten Maitre de Chai sein, einem wirklich fabelhaften Whisky der in der Regel aus zwei Sherry-Fässern kreiert wird und daher nur in limitierter Auflage erscheint.

Für mich war das Release etwas verwirrend, da es auch einen „Sherry Finish“ in Frankreich gibt, das Sherry-Pendant zur jungen, frisch-fruchtigen „Edition Originale“ (ca. 4 Jahre alt). Beide richten sich an den Einsteiger-Markt und sind in Deutschland nicht verfügbar. Der „Sherry Cask“ um den es nun geht, ist zwar auch keine Vollreifung (Nachreifung in Oloroso Sherry-Fässern von Bodega Miguel Martin), jedoch wurde hier wohl der „Armorik Classic“ als Grundlage verwendet. Die Nähe zu den hochwertigeren Abfüllungen lässt auch das ähnliche Verpackungsdesign vermuten (hier ein Blick auf die Flaschen).

Nase: Der klassische „salzige Apfel“ der Brennerei schlägt mir entgegen gemischt mit einer tieferen, dunkleren Note, tiefe Eiche, oder sogar Rauch?

Gaumen: Antritt erstaunlich weich für 46 % Vol., aber intensive Aromen, viel Holz schwappt über die gebackenen Äpfel der Brennerei hinweg. Ich bin immer wieder beeindruckt wie viel Aroma diese Brennerei in einen recht jungen Whisky zu stecken vermag. Ein Gedanke geht wie immer an dieser Stelle an Jim Swan (R.I.P.), der Warenghem beim Feintuning der Brennblasen half und so sicher seinen Beitrag für den exzellenten Rohbrand geleistet hat.

Die zweite Nase, mit dem Gaumen belegt, wird etwas alkoholischer. Orangenschalen kommen nun hinzu. Beinahe jodartige Meeraromen melden sich an, das Holz bleibt präsent, deutliche Bitternoten von dunkler Schokolade (fast einen Ticken zu bitter für mich) bleiben im Abgang zurück, der recht trocken ausfällt.

Meine Begeisterung für die Brennerei bleibt bestehen, ein junger ehrlicher Whisky, der dem Cousin der Schotten alle Ehre macht. 46 % Vol. ungefärbt und nicht-kühlgefiltert, bietet dieser Whisky alles, was man von einem jungen Malt aus europäischer Eiche erwarten kann.

Mirahs zweite Meinung (blind): „Joa ist ganz nett, in der Nase bissl Karamell und Fruchtnoten, auf der Zunge viel Holz und Würze“. Und im Grunde fasst das den Whisky gut zusammen. Er ist kein Überflieger, wenn man aber bedenkt, dass er A kein Schotte ist und B rund 35 Euro kostet, finde ich ist das Teil  sehr gelungen.

Slainte!

Euer Leon

Captains Drams today… Eden Mill Hogmanay Spirit 2014 vs. Young Malt – 2016

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Äußerst selten bekommt man die Gelegenheit den direkten Vergleich zwischen dem Rohbrand/New-Make einer Brennerei und dem heranreifenden Young Malt zu ziehen. Heute hab ich die große Freude!

Eden Mill kam mir früh vor die Flinte und zwar als Bier-Empfehlung von Michael meinem schottischen Freund und Malt Mariners Crew-Mitglied der ersten Stunde. Das damalige Motto der Craft-Brewery Eden Mill „prepare to be disappointed“ war für uns ein Grund die Brauerei und künftige Brennerei im Auge zu behalten. Gemeinsam mit Annandale und Kingsbarns konnte ich 2015 das craft-orientierte kleine Unternehmen besuchen und einen Besuchsbericht verfassen. Zu diesem Zeitpunkt produzierte die Brennerei/Brauerei verschiedene hochwertige und leckere Biersorten, darunter ein hervorragendes Barley Wine und Nachreifungen in Wein- und Whiskyfässern. Eden Mill hat eine große Bandbreite an Gin-Variationen, die mich bis dato nur mäßig interessieren. Der Whisky-Bereich ist im Reifungsprozess und machte mich bereits damals auf Grund des „craftigen“ Ansatzes neugierig. Allerdings war und bin ich nach wie vor skeptisch, denn Eden Mill brennt den New-Make (Rohbrand) auf sog. Alambic-Stills, also keinen traditionellen Pot Stills, wie fast alle schottischen Brennereien. Diese kleinen Brennblasen konnten mich bis dato nicht von ihrer Eignung für Whisky-Destillation überzeugen. Die Käse und Gemüse-Aromen die solche Brennblasen oft erzeugen zu scheinen, liegen mir überhaupt nicht. Um so gespannter bin ich auf die „Sneak-Peek“ des zwei Jahre alten Young Malts und dem Vergleich zum Orginal Hogmanay Spirit von 2014…

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Young Malt, here we go:

Nase: Süße Helle Birne gemischt mit etwas käsigem, leichte Gemüse-Noten wie ich sie von anderen Nicht-Pot Still Whiskys kenne (z.B. deutsche und österreichische Whiskys). Mit der Zeit entwickelt sich hier eine krasse Zuckerwatte und Puderzuckernote.

Gaumen: Deutliche Obstler-Fruchtnoten (die guten) und Puderzucker, der Brennereicharakter liegt nach zwei Jahren zwar noch im Vordergrund, hat aber bereits einiges vom frischen Eichen-Fass abbekommen. Aber nicht so spritig und käsig wie in der Nase erwartet. Im Abgang sogar zarte Anklänge von Eiche. Nicht schlecht.

Abgang: Klar sehr kurz, leichte Süße/ Süßstoffnoten bleiben zurück.

IMG_4820.JPGWie ich erst während des Tastings feststelle, habe ich noch den Orginal-Rohbrand des Hogmanay Spirits zuhause und kann somit den Rohbrand gegen den zwei Jahre alten Young Malt abgleichen! Spannenderweise ist der New Make, zwar ebenfalls süß, aber vorwiegend seifig, getreidig und weißt schwache Noten der Gemüsearomen auf. Das meiste der intensiven Süße kam also tatsächlich aus den Virgin Oak Fässern! Das ist beeindruckend.

Fazit: Würde man mir den Young Malt blind einschenken, würde ich ihn vermutlich als jungen süßen recht flachen Whisky abtun. Bedenkt man allerdings woher er kommt (und noch kein Whisky ist), muss ich sagen, dass der Hogmanay Young Malt mich durchaus positiv überrascht. Ich stehe der Destillationsform kritisch gegenüber und muss zugeben, dass die Anklänge der Aromen, die mir sonst Probleme bereiten, sowohl im New-Make als auch im Young Malt, nur teilweise vorhanden sind. Ich bin recht sicher, dass sich diese mit zunehmender Reife im Whisky einbinden werden und wir in ein paar Jahren mit einem brauchbaren Ergebnis rechnen können. Nachdem sich bereits ein Importeur (Kirsch Whisky) für Eden Mill in Deutschland gefunden hat, wird es den fertigen Whisky mit großer Wahrscheinlichkeit auch in Deutschland geben. Wir dürfen also gespannt sein!

Slainte Freunde!

Bis zum nächsten Dram!

Euer Leon

Bottle Market 2017

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So langsam fegen wir die letzten Reste zusammen. Der Körper erholt sich, die Flaschen wandern langsam wieder in die Regale… Der Sturm nach der Messe legt sich. Zeit Revue passieren zu lassen. Der Bottle Market war wieder genial dieses Jahr und wenn unser Gefühl uns nicht im Stich lässt, ein voller Erfolg. Wir hatten kaum Zeit Fotos zu machen, was ein gutes Zeichen ist 🙂. Wir freuen uns über den großen Zuspruch für unser „Tastings-im-Wohnzimmer-Konzept“ und freuen uns auf viele neue Gesichter bei den kommenden Tastings in Bremen.
Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, werdet ihr von nun an auch Paddy (aka Patrick Ahluwalia) auch öfters zu Gesicht bekommen, der uns in Zukunft unterstützen wird. Ein riesen Dank geht an meine bessere Hälfte Mirah und an Paddy, die mir tapfer und treu zur Seite standen und die Messe gerockt haben!

Denn ihr wisst wies läuft:

Part of the ship, part of the crew!

Till the next dram!

The Captain

#bottlemarket #maltmariners #bremen

Captains dram today… Glen Scotia Victoriana (engl.)

IMG_4774I very much remember my first encounter with this malt since it was good times. I was working for Glendronach Distillery by the time and was joining a nice colleague from Glenfarclas Distillery in a cosy and small whisky tasting in the Mash Tun in Aberlour, the place to be (Well the only place to be in Aberlour to be fair ;).

I saved this whisky in my mind as „interesting, pleasant and worth another try“ so I´m happy to get a second date with Victoria.

On the nose I get some snow, sea salt and quite a bit of sour and woody notes. On the palate the same paired with more spices and do I even detect a hint of smokiness? Some darker notes appear like coffee or tobacco. I can´t find any info that we are looking at some sherry casks mixed in. The cover says „deep charred oak“, but does not give away what kind of oak.

After a while I come back to it and the nose is more creamy and burned sugar. On the palate we are back in taliskerish land.. just less smoke. Even the chili bite is comparable. Interesting. Three drops of water, since we are looking at 51,5 % vol. And really, nope. The taste gets just very sharp, the sour and bitter notes overpower the nice and pleasant aromas. Did they try to hide some refill casks or youth here with pumping up the alcohol level? A malt for 60 – 75 € should be able to take some drops of water I think. The second dram I´m back with no water and I´m happy :).

Resumé:
I would not recommend this whisky to a complete beginner. It’s strong, medium-complex and has notes that not everyone will like. Typically Campbeltown… It is always something slightly different with these guys. If you like mild, fruity Speyside malts keep away from this one. If you like Talisker, spicy Highland Malts or generally a challenge, you might be very good friends with Victoria. Still I have to say I think she is slightly overpriced, not for the flavors, which I quite like, but for the lack of depth after adding water.

And as you guys know… Its only ever a glimpse… A „one moment“. Thats what we love whisky for. For the moments.

See you guys for the next dram.

Slainte

 

Leon

 

Distillery Review 24: Ncn’ean – Off the beaten track

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Still sitting in the lovely Otterburn BnB by the time I am writing this article, I feel its time to have another english version of a distillery review. I actually heard the first time about Drimnin or how they call themselves now Ncn’ean Distillery when Tom Skowronek from the german independent bottler Anam na h-Alba offered to purchase DSC_3448a share of a cask of this new distillery. Always curious about these kind of things I searched for the new distillery that will be the home of the cask for the next 10 years or so. Since we found ourselves staying around the area on our holiday, I was very excited to pay that new distillery a visit. Since my visit to the neighborhood distillery on the peninsular of Ardnamurchan was already an adventure I prepared myself for another drive. And again I felt like driving into a middle earth like fairytale land. I only knew I was gone to far when my car looked at the coast and me at a sign saying „End of Public Road“ :). The distillery is waiting for signposts, which will definitely help to find it ;).

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You wouldn’t be surprised finding Bilbo Baggins smoking a pipe on this road…

Nic.. Nin… What?

Ncn’ean tries to do things a bit different and manages to do so. So lets talk about the youngling. Ncn’ean gave me trouble right from the beginning with no idea how to pronounce its name (now I know its pronounced „Nich Nean/Nian“), so I always had to search for it on the internet with „Drimnin Distillery“ and was then directed to its real home website www.ncnean.com. They wanted to give the distillery its own name, so the owner Annabel Thomas decided to go for the goddess „queen of the spirits“ in Gaelic legend „Neachneohain“ or their „Ncn’ean“. Much nicer in therms of storytelling but bad for anybody who tries to find them on the net :). The „Ncn“ part of the name, as explained to me means „daughter of…“ is the female equivalent of „Mac“ as in for example MacLeod means „son of Leod“. Which might explain why the distillery did not simply stick to its local name „Drimnin Distillery“, because they wanted to leave a female mark on the big picture. The owner of the distillery is a woman, the name comes from a strong and independent woman, a quiet rebel as the leaflet tells. The staff I met on my stay were all women as well, although its not an exclusive female enterprise. Riona (visitor manager and tour guidess) and Lorna (mash woman and distiller) gave me quite a warm and personal welcome. While we are on the subject of distilling, still one man must be named.

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The lovely ladies of Ncn’ean – Riona (left) & Lorna (right)

Since I quite enjoyed most distilleries that the great Jim Swan (R.I.P.) had his hands on, I was happily surprised to learn that this great architect and artist of distilling helped to construct and tune the distillery until he sadly passed away this year. So its no surprise (but nevertheless a great achievement) that the new make of the distillery is excellent and will very certainly be a great whisky one day.

 

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„An organic distillery“

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The distillery wants to be the first fully organic distillery in Scotland and is (by the time this article was written) waiting for its certificate. They try to do everything as sustainable and environmentally friendly as possible. This is very much appreciated and since whisky production is already not a pollution heavy process they try to lower their eco footprint by using a biomass boiler to heat the buildings and the stills with wood chips made from local trees (the plant one for every tree they burn). What surprised me most and would certainly qualify for the certificate in my opinion is the exclusive use of 100% organic scottish barely. This is the first distillery to try this as far as I know and I very much hope they will succeed and others will follow.

What about the tour?

DSC_3475The tour itself costs 25 £ which is quite a bit for a new distillery with no whisky to try. Tours are available by booking in advance only, so plan your stay and check on the website before spontaneously dropping by. But since the tour took its time (about two hours), with a warm welcome, some tea and cupcake and a nice try of the newmake and an excellent cocktail in the end, I still very much recommend to invest the money and pay it a visit. Riona is a honest, heartwarming and knowledgable guide and you really get the feeling that everybody is very much invested in the young project. Probably the only downside of the tour itself was that I didn’t see the warehouse since it seems not be easily accessible. I really hope the distillery will add this feature to their tour, since I always love to breath in the atmosphere of these temples. It adds a lot to the experience and gives you a very close look to the very heart of every distillery.

Resume:

Ncn’ean is certainly an interesting distillery project with a promising future. While every single whisky distillery in Scotland has their own style and atmosphere, Ncn’ean takes the organic idea further then any other distillery before and therefore secures itself a unique feature. With the mix of brand-new equipment and half traditional and half innovative methods it seems to be on a good way to a promising product. I will certainly be back in some time to check how things are going for the young lady amongst the distillery crowd.

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From the distillery you have great view over Tobermory on Mull!

Till the next dram on the road!

Leon

 

Captains drams today… Talisker 18 vs. Bunnahabhain 18

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Heute widme ich mich einem genüsslichen kleinen Insel-Wettstreit zweiter Brennereien, deren Standards (Talisker 10 und Bunnahabhain 12) ich sehr schätze und gerne trinke. In den Ring steigen die beiden volljährigen Abfüllungen besagter Brennereien.

In der linken Ecke haben wir den Talisker 18 mit 45,8 % Vol. der typischen und individuellen Stärke Taliskers, sowohl gefärbt als auch kühlgefiltert. Gewicht: ~109,50 €. Ausbau in Ex-Bourbon und Ex-Sherry Fässern. Optisch, bis auf die Jahreszahl dem 10er zum Verwechseln ähnlich.

In der rechten Ecke der kleine rabenschwarze Stiernacken von der Ost-Küste Islays. Mit 46,3 % Vol. auch eine Extravaganz die einen hauchdünnen Vorsprung vor dem Talisker bieten dürfte. Gewicht: 110,90 € Tendenz steigend. Ausbau ebenfalls in Ex-Bourbon und Ex-Sherry Fässern. Allerdings, bei Bunnahabhain üblich, ungetorft.

Bis auf den leichten Rauchgehalt des Taliskers also zwei gut vergleichbare Whiskys. Ich verfahre nach „Vorschrift“ (Nichtraucher vor Raucher) und widme mich zuerst dem Bunnahabhain. Eine wuchtige schwere Sherry-Nase schlägt mir entgegen. Sehr vielversprechend. Am Gaumen ein kleine Geschmacksexplosion die sich wie ein cremiger Luftballon immer weiter auszubreiten scheint. Verschiedene komplexe Gewürzaromen mischen sich mit muffigem Sherry/Weinkeller… Absolut brillant und 100% mein Beuteschema! Langes Finish das in etwas Pfeffer und Leder in meinem geliebten feuchten spanischen Weinkeller ausklingt… Toll. Eine klare Weiterentwicklung der 12jährigen Abfüllung. Ich bin überzeugt.

Der Talisker hingegen wirkt in der Nase verhalten, entfernter Rauch und zarte Karamellnoten lassen die Bourbonfässer erahnen, etwas Süßholz meldet die Sherryfässer an. Dieser Malt braucht etwas Zeit um die Nase zu entfalten. Auf der Zunge bietet der Talisker 18 für mich ein gewohntes Bild, das ich vom 10er bereits gut kenne (wie gesagt: Stammkunde), nur erwachsener, gezähmter, milder. Der Rauch und die würzige Schärfe sind nicht ganz so prägnant, schade, denn grade das mag ich am 10er. Salzige Noten mischen sich im Abgang mit etwas Bitterschokolade. Ja der Chili-Catch im Finish ist noch da, aber verhaltener. Ganz klar ein toller Whisky, aber in Anbetracht des Preis-Leistungs-Verhältnis bliebe ich wohl vorerst beim 10er.

Fazit:

Die Reihenfolge war wohl falsch gewählt, was wieder einmal mehr beweist: Bei Whisky geht nichts nach Bilderbuch. Es bedarf das genaue Kennenlernen jeder einzelnen Abfüllung. Auch dieser Ersteindruck, reicht insbesondere bei älteren Whiskys, bei Weitem nicht aus, um sich ein ausreichendes Bild zu machen. Der intensive Sherry des Bunnahabhain hat dem Talisker womöglich viel Komplexität geraubt, weshalb er bei mir im Tasting nur halbherzig ankam. Ich möchte mich dem Talisker 18 daher noch einmal ohne jeden Beigeschmack nähern.
Schlussendlich muss ich aber sagen, dass der Bunnahabhain 18 meinen persönlichen Geschmack eher getroffen hat. Er setzt sich deutlicher vom 12er ab und bietet für das Mehr an Geld auch ein deutliches Mehr an Aromen und Komplexität. Zumindest in dieser Verkostung und der Momentaufnahme konnte der Talisker das nicht gut unter Beweis stellen.

 

Slainte!

Euer Leon

Is product placement taking over our movies?

Thoughts of a whisky-geek and movie-lover on „Kingsman: The Golden Circle“

 

Well. I can´t help it. I am a geek, a lover of a certain kind of art may it be whisky, movies or music. I simply care more than some people. I know that and it gave me some trouble on the way but helped me to fully and deeply experience and enjoy many things. Whisky and movies have always been my biggest examples and I would have never thought that these two would clash one day the way they did with a normal night going to the movies.

Me an my girlfriend went out to watch „Kingsman: The Golden Circle“. We were both excited for part two since we loved the first one. And „part tows“ are always a tricky thing, since as a fan you are always afraid of a quick cash-grab and a dull movie in the worse case ruining the whole first one all the same.

With „Kingsman: The Golden Circle“ I fairly enjoyed myself for most of the movie although many things bothered me that I brushed aside to stay in the movie and not to trash it along the way already. The whole „americanizing“ the Kingsman idea felt a bit too easy to me like „ok we need another set, we had the english Kingsman, so what next?“. To me the whole style of the first one lives from the ode to oldschool british-style spy movies like the old Bond movies, so taking it to the US wasn’t really the right choice for me in the first place.

http://www.imdb.com/title/tt4649466/videoplayer/vi734968089?ref_=tt_ov_vi

Ok to lets skip all the movie-fan details for a minute and move on to the last few minutes of the movie when for celebrating the victory the boss of Statesman says „We bought ourselves a Scotch Distillery“. One of the last shots of the movie is a Bourbon of Statesman and Scotch of Kingsman that says on the bottle „Glendronach“. I did´t even see it while watching, but my girlfriend silently cheered and told me, since we are both big GD fans (naturally having met at the distillery while I worked there). And that was the point where it clicked. And my mood went down the toilet. I mean yes, we have seen whisky product placement before a lot. Having Kirk and McCoy sharing a 30yo Glenfiddich, Bond having a Macallan in Skyfall and Spectre, yes we´ve seen it all. It never really bothered me, although I don´t really like advertising in movies, since it distracts me from the story sometimes. But yes the story and the adds were always two different things at least! And a „Sony“ or „Nikon“ logo hopping through the screen was never a big surprise for anyone. But I feel its much much more with this movie. Its not just product placement, but the whole structure of the film seems to be made FOR advertising.

Here is why I feel that way. The plot of the movie goes this way: A mad woman (Julianne Moore) has a monopole on drugs around the world and poisons them to blackmail the US government. She kills all the Kingsman and only Eggsy (Taron Egerton) and Merlin (Mark Strong) survive the attack and need to find help. That happens by emptying a bottle of Kentucky Straight Bourbon leading them to Kentucky where they find the „Statesman“. They are the same as the Kingsman but in the US owning not a tailor (like Kingsman) but a whiskey distillery. The are introduced to one of the Statesman named „Whiskey“ (really?) in a warehouse, he explains the two on them the concept of „proof“ on Bourbon and so on. At this point I (still) cheered for Merlin saying something like „keep your horsepiss you call bourbon which is nothing compared to a good single malt scotch“. Ok so much for the setup. I think we can agree that the movie has a HEAVY whisky-loaded theme. All of this would not have troubled me really if I wouldn’t have been aware of some fact in the whisky industry.

In 2016 the american company Brown Forman bought three Scotch Distilleries (Glendronach, BenRiach and Glenglassaugh). They own Jack Daniels, Woodford Reserve, Old Forester, Coopers Craft and a couple of other spirits that ALL were represented in the movie (quite obvious standing on the shelves on the plane in one scene). So yes it is obvious that Brown Forman as a whole company had an exclusive deal with the studio since there are no non-BF brands in the movie. BF released the „Statesman Bourbon“ in time with the movie, so created a whole new whiskey (coming from Old Forester) itself. At the same time Glendronach released a Kingsman Special Edition.

So more than enough proof (pun intended 😉 that this movie is heavily influenced by Brown Forman. „So whats the problem“ you might ask. Well I still think there is more. STATESMAN seems to me like a nickname for Brown Forman representing itself in the movie. Jeff Bridges says it in the movie „We just bought ourselves a distillery“, what they did by buying Glendronach and the other two. Having all the brands in the movie and Statesman Whiskey becoming real its hard to shake of the image of Statesman BEING Brown Forman. Which brings us back to the story itself. Statesman fights a drug baron. So its spirits vs. drugs. In the movie itself a character (Tequila, oh yes have I mentioned all Statesman characters are named spirits?) says something like „If no one takes drugs anymore, the profit of spirits will explode“. Well yes, it makes perfect sense to make the drug guys the bad ones and the alcohol guys the good ones. Yes yes there are some lines like „alcohol kills bla bla“. But the last line from the character „Ginger Ale“ to „Whiskey“ is „you might want to keep on drinking spirits from now on!“ (after almost dying of poisoned weed).

So here we are now. A movie that was almost certainly completely designed as a 2,5 hour long advertising  for whisky, whiskey and spirits itself. And since the movie itself seemed to me like a very weak version of the first one, I can not shake of the feeling that I payed a lot of money to see a very clever add for whisky. And that is something I feel goes way to far. If I have to watch adds, I should not have to pay for it. If you have never watched the movie „Thank You For Smoking“ do so! In this movie a lobbyist of a tobacco company makes a deal with a movie company to make smoking sexy again on the big screen. This smells badly like exactly the same thing.

The director Matthew Vaughn in fact admits that he wrote the script for the product: “This is authentic storytelling with the product in there,” Mr. Vaughn said. “I think this is the future of advertising.”

Well. If this is the future of advertising that means it is the future of film as well.

What are your thoughts of the movie and cooperation with Brown Forman?